Mittel gegen Haarausfall bei Männern: Finasterid

Die Ursachen für Haarausfall bei Männern sind unterschiedlicher Natur. Manchen Haarverlust kann man mit ausreichend Disziplin und Geduld selbst entgegenwirken. Hausmittel und Naturheilmittel bieten verschiedene Mittel um das Nährstoff-Gleichgewicht wieder ins rechte Lot zu bringen.

Haarausfall bei einem Mann

Haarausfall bei einem Mann

Anders ist das bei Haarausfall, der durch schwere Erkrankungen oder erbliche Dispositionen ausgelöst wurde. Der erbliche Haarausfall (Androgentischer Haarausfall) betrifft Frauen und Männer gleichermaßen. Er ist die häufigste bekannte Form von Haarausfall. Die Industrie bietet unterschiedliche Mittel zur Behandlung des erblich bedingten Haarausfalls bei Männern an. Präparate mit dem Wirkstoff Finasterid ist eines davon:

Finasterid gegen erblich bedingten Haarausfall bei Männern

Die erbliche bedingte Disposition für den Haarausfall besteht in der Empfindlichkeit der Haarwurzeln des Kopfes auf das Hormon DHT (Dihydrotestosteron). Die Haarwurzeln werden durch das DHT geschädigt und geschwächt.

DHT blockiert die Nährstoffe (Vitamine, Mineralien, Proteine), die so nicht zu den Haarfollikel gelangen können um für ein Wachstum der Haare zu sorgen.

Wird der Haarausfall, der sich unter anderen als Geheimratsecken bemerkbar macht, nicht behandelt, schrumpfen die Haarwurzeln. Die Behandlung wird dadurch langwierig und schwieriger als bei anderen Formen des Haarausfalls.

Finasterid wirkt hemmend auf die enzymatische Umwandlung von Adrogen-Testosteron in DHT, wodurch die Haarfollikel geschützt und gestärkt werden.

Finasterid wurde als Arzeinmittel bei Prostataerkrankung entwickelt und eingesetzt und zeigte als positive Nebenwirkungen ein verstärkten Haarwuchs. Seit mehr als zehn Jahren ist es in Deutschland als Medikament gegen erblichen bedingten Haarausfall bei Männern zugelassen.

Anwendung von Finasterid

Die Anwendung erfolgt nach Anweisung des Arztes. Bei Unsicherheiten, ist der ärztliche Rat empfohlen. Finasterid wird als Filmtablette eingenommen und soll im Ganzen mit oder ohne Nahrung aufgenommen werden. Die Tabletten sollen nicht geteilt oder zermahlen werden. Haarwuchsmittel mit dem Wirkstoff Finasterid sind rezeptpflichtig.

Nebenwirkungen von Finasterid

Finasterid ist für Anwendungen bei Frauen aufgrund der möglichen schädigenden Wirkung auf ihre Fruchtbarkeit und der Föten im Mutterleib gar nicht geeignet. Zudem wurde keine positive Wirkung auf einen hormonell bedingten Haarausfall bei Frauen durch Finasterid festgestellt.

Nimmt der Mann Finasterid ein, muss in jedem Fall ein Verhütungsmittel beim Geschlechtsakt genommen werden, damit eine Schwangerschaft ausgeschlossen bleibt.

Finasterid in der Anwendung bei jungen Männern ist nicht empfohlen, da das DHT für die Entwicklung vom Jungen zum Mann in der Ausbildung der männlichen Geschlechtsmerkmale und – funktionen eine wichtige Rolle spielt.

Nebenwirkungen von Finasterid können zum Beispiel Störungen der Potenz und eine verminderte Libido sein. Selten kommt es zu schmerzenden Beschwerden der Hoden. Vereinzelt wird von depressiven Episoden und Seh-Störungen oder trockene Augen berichtet. Bei andauernder Anwendung von Finasterid müssen die Leberwerte und die Prostata regelmäßig untersucht werden, da es hier zu Veränderungen der Normwerte oder einer Verkleinerung kommen kann.

Gegenanzeigen

Finasterid darf nicht eingenommen werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder andere Bestandteile des Mittels bestehen. Finasterid darf von Frauen und Kindern gar nicht angewendet werden.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung durch einen Arzt

 

Mittel gegen Haarausfall bei Männern

Alopezie (Haarausfall) ist ein gesundheitliches Symptom von dem jeder in jedem Alter betroffen sein kann. Der Haarwuchs unterliegt Wachstumsmechanismen. Für gesundes Haarwachstum im Gleichgewicht sind verschiedene Faktoren wie Ernährung, Hormone und Stoffwechsel wichtig.

Gesunde Ernährung kann Haarausfall verhindern

Gesunde Ernährung kann Haarausfall verhindern

Haarwechsel ist ein ganz normaler Zyklus

Jeder Mensch verliert täglich Haare. Wie unsere Haut, unser Blut und unsere Zellen erneuern sich auch unsere Haare in bestimmten Intervallen. Das Ausgehen von Haaren gehört zum ganz natürlichen Kreislauf unseres Körpers und bedeutet erst mal kein Anzeichen einer Erkrankung. Solange das Gleichgewicht zwischen Ausfall und Nachwuchs besteht, ist also alles völlig normal. Kommt es dazu, dass deutlich mehr Haare ausgehen als nachwachsen, gilt es zuerst zu erkennen in welcher Form und vor welchem individuellen Hintergrund dies geschieht.

Haarausfall – Männer häufiger betroffen

Von Haarausfall sind viele Männer betroffen. Und vor allem sind sie häufiger betroffen als Frauen. Das hängt häufig vor allem mit dem männlichen Hormon Testosteron und der Umwandlung in DHT zusammen. Es gibt aber über die hormonelle Disposition hinaus eine Vielzahl an Ursachen, die für den Haarausfall bei Männern verantwortlich sein können:

  • Erblich bedingte Disposition
  • Starke psychische Belastungen und Stress
  • Übersäuerung des Körpers
  • Erkrankungen der Schilddrüse
  • Ernährungsfehler
  • Diabetes
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Radikale Diäten
  • Leistungssport
  • innere Vergiftung (zum Beispiel durch Amalgam)
  • Umwelteinflüsse

Wichtig für die richtige Behandlung bei Haarausfall ist die Diagnose. Handelt es sich „nur“ um eine Nebenwirkung oder eine vorübergehende Erscheinung beim Haarausfall, reguliert sich das Haarwachstum in der Regel nach einigen Wochen oder Monaten von alleine, indem die Haare wieder in ihren natürlichen Wachstumszyklus zurückfinden.

Handelt es sich beim Haarausfall um ein Symptom einer primären Erkrankung muss in jedem Fall das Gesamt der Krankheit betrachtet werden.

Mittel gegen Haarausfall bei Männern

Je nach Diagnose gibt es unterschiedliche Mittel gegen Haarausfall bei Männern. Handelt es sich um Ernährungsfehler, kann leicht Abhilfe geschaffen werden. Das gilt auch für stressbedingten Haarausfall oder dann, wenn die Ursache für den Haarverlust selbst ohne größeren Aufwand beseitigt werden kann. Zur Unterstützung bieten hier alternative Heilmittel oft gute und sanfte Therapien an.

Für hormonell oder krankheitsbedingten Haarausfall reichen Hausmittel oder die Naturheilkunde in der Regel nicht mehr aus. Dann gilt es gemeinsam mit einem Facharzt einen optimalen Behandlungsplan zu entwickeln.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung durch einen Arzt.

Haarausfall Ursachen: Hormonell bedingt

Gehen die Haare aus, ist das nie einfach für den Betroffenen. Gelten Haare doch als Zeichen von Vitalität und Attraktivität. Schnell und gerne wird die Diagnose „hormonell bedingt“ ausgesprochen. Und eines ist sicher, der Mensch ist sein Leben lang ein von Hormonen bestimmtes Wesen. Das fängt schon vor der Geburt an und der wechselnde Hormonspiegel begleitet uns durch alle Lebensphasen. Mal mehr und mal weniger auffällig. Hormone und ihre Wirkungen sind also etwas völlig normales. Das gilt auch für die Haare, die als Spiegelbild unserer Hormone und Psyche betrachtet werden können.

Selbst wenn die Diagnose „hormonell bedingter Haarausfall“ stimmt, stellt sich eigentlich die Frage, wie die Hormone gerade arbeiten und wirken, so dass es zu Haarausfall kommen konnte. Ein Kind, ein junger Erwachsener, ein reifender Mensch und ein alter Mensch haben völlig unterschiedliche Lebenskonditionen und reagieren auf das Wechselspiel der Hormone auch verschieden. Das Geschlecht des vom Haarausfall Betroffenen spielt natürlich auch eine große Rolle. Eine Frau ist völlig anderen hormonell bedingten Wirkungen ausgesetzt als ein Mann.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker

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Hormonell bedingter Haarausfall durch das Hormon DHT

Die erbliche bedingte Disposition besteht in der Empfindlichkeit der Haarwurzeln des Kopfes auf das Hormon DHT (Dihydrotestosteron). Die Haarwurzeln werden durch das DHT geschädigt und geschwächt. Wird der Haarausfall, der sich als Geheimratsecken bemerkbar macht, nicht behandelt, schrumpfen die Haarwurzeln. Ist das erst einmal passiert, wird die Behandlung langwierig und schwieriger als bei anderen Formen des Haarausfalls.

Hormonell bedingter Haarausfall durch das Polyzystische Overialsyndrom PCOS

Der bei Frauen diagnostizierte Haarausfall durch das Polyzystische Overialsyndrom hat seine Ursache in der erhöhten Bildung von männlichen Geschlechtshormonen. In diesem Fall treten neben dem Haarausfall auch andere Symptome wie Verschlechterung des Hautbildes, Aknebildung und Zunahme der Körperbehaarung auf. Außerdem kann das PCOS auch Ursache für eine Unfruchtbarkeit der Frau sein.

Hormonell bedingter Haarausfall durch Säure-Basen-Ungleichgewicht

Der Hormonhaushalt ist immer von vielen verschiedenen Faktoren abhängig (Lebensphase und Alter etc.). Außerdem steht er in engem Zusammenhang mit dem Säure-Basen-Haushalt des gesamten Organismus´. Im Körper liegen unterschiedliche Säuregrade vor. Je nach Bereich oder Organ des Körpers haben diese Werte verschiedene Bedeutungen, da sie verschiedene Funktionen haben. So geben die zum Beispiel Werte der Leber andere Auskünfte über den Zustand als die von Magen und Darm oder Speichel und Muskeln.

Hormone für die Haare

Das DHT (Dihydrotestosteron) ist ein körpereigenes Hormon., welches aus dem ebenfalls körpereigenen Hormon Testosteron gebildet wird. Dies gilt für Männer und Frauen gleichermaßen. Männer sind aufgrund ihrer wesentlich höheren Testosterinproduktion deutlich häufiger von negativen Auswirkungen wie Haarausfall betroffen. Die Umwandlung des Hormons findet im gesamten Körper statt und ist insbesondere für Jungen in der Pubertät auf dem Weg zur Mann sehr wichtig. Deswegen ist bei der Behandlung jungen Männer besondere Vorsicht geboten.

Für die Umwandlung vom einen zum anderen wird das Enzym 5-Alpha-Reduktase benötigt. Der Typ I (5AR1) befindet sich ausschließlich im vorderen Kopfhautbereich. Der Typ II (5AR2) hingegen ist im gesamten Kopfhautbereich vorhanden. Der vordere Bereich weist also beide Typen auf. Der Typ II (5AR2) löst im hinteren Kopfbereich den als Tonsur bekannten lokalen Haarausfall aus.

Die Haarwurzeln werden wie oben beschrieben geschädigt, geschwächt und letztendlich schrumpfen sie. Sie sind also verkümmert, jedoch nicht abgetötet. Ein erneutes Wachstum der Haare an kahlen Stellen kann zum Teil erreicht werden.

Behandlungsmöglichkeiten 

Die Behandlungsmöglichkeiten sind für Frauen und Männer aufgrund ihrer genetischen Ausrichtung unterschiedlich.

Je nach Zustand der Haarfollikel bieten sich Therapien an. Es gibt Medikamente, die den weiteren Haarausfall stoppen können. Hierzu gehören Hormonpräparate. Für Männer gibt es ebenfalls verschreibungspflichtige Medikamente mit dem Wirkstoff Finasterid, welches das DHT hemmt und den Haarausfall verhindert. Mögliche Nebenwirkungen (gegebenenfalls treten Potenzprobleme auf) müssen gegen den Behandlungserfolg abgewogen werden.

Für Frauen sind diese Mittel nicht geeignet. Ihnen helfen unter anderem östrogenhaltige Mittel, die im Haarboden die Wirkung des DHT neutralisieren. Als hormonfreies Behandlungsmittel kommt Minoxidil in Betracht. Auch hier gibt es unterschiedliche Produkte für Männer und Frauen. Minoxidil wird gegen Haarausfall wird handelsüblich unter dem Produktnamen Regaine als Tinktur oder Schaum angeboten. Die Krankenkassen tragen die Kosten hierfür in der Regel nicht.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung durch einen Arzt. Wenn Sie von Haarausfall betroffen sind, lassen Sie eine gründliche Diagnose erstellen um die richtige Behandlung zur Heilung zu finden.

Haarwuchsmittel: Bockshornklee

Auf der Suche nach einem wirkenden Haarwuchsmittel ist man in der Natur richtig gut aufgehoben. Der Bockshornklee bietet dem Menschen gleich auf verschiedene Weise gute Dienste.

Bockshornklee ist eine Pflanze und gehört zu den Schmetterlingsblütlern. In Deutschland ist er auch unter anderen Namen geläufig. In verschiedenen Regionen wird der Bockshornklee auch unter Kuhhornklee, Ziegenhorn, Hirschwundkraut, Filigrazie, Stundenkraut und Siebenzeiten sowie Philosophenklee geführt um nur einige der Namen zu nennen.

Ein wahres Wundermittel für jeden Einsatz

Bockshornkleesamen ein uraltes Hausmittel

Bockshornkleesamen ein uraltes Hausmittel


Der Bockshornklee ist schon frühzeitlich bekannt gewesen und wurde schon früh wegen seiner Heilkräfte immer sehr geschätzt. Im Alten Ägypten wurde der Bockshornklee in der Pflanzenheilkunde wie in der Geburtshilfe und vor allem auch bei religiösen Aktivitäten eingesetzt.

Bockshornklee ist auch ein Nahrungsmittel (für Mensch und Tier) und kann sowohl geröstet, gekocht oder frisch für Speise zubereitet werden.
Verbreitet ist der Bockshornklee auf nahezu allen Kontinenten vor allem im südlichen Europa, in Afrika und im Nahen Osten sowie in Indien, China bis nach Australien. In Deutschland kommt er als wild wachsende Pflanze vor und wird zudem auch hier zum Beispiel für die Herstellung von Stilltees angebaut.

Bockshornkleesamen für die Haare

Das uralte Naturmittel wirkt zur Stärkung der Haare. In Kapselform innerlich eingenommen kann Haarausfall von leichter bis mittlerer Art aufgehalten werden. Die Haardichte verbessert sich und auch die Dicke der Haare erfährt eine stärkende Wirkung sowie die Widerstandkraft spür- und sichtbar aufgebaut wird.

Wie die Vitalstoffe von Bockshornklee genau wirken, ist bisher nicht bekannt. Es wird angenommen, dass die Wirkstoffe Trigonellin und Diosgenin gegen das Hormon Dihydrotestosteron (DHT) – welches die Haarstruktur und Wurzeln schädigt – arbeiten und sogar die Bildung von DHT eindämmen.

Bockshornkleesamen bieten eine Reihe pflanzlicher Hormone. Außerdem Proteine, Vitamin C, Beta-Karotin und Eisen sowie ätherische Öle. Allesamt Wirkstoffe, die dem Haarwachstum zuträglich sind.

 

Haarausfall Ursachen: Leistungs-Sport

Körperliche Fitness erreicht man unter anderem durch sportliche Betätigungen. Aber Vorsicht: Bei Leistungssport werden dem Körper Höchstleistungen abverlangt, die sich auf das hormonelle Gleichgewicht auswirken.

Leistungs- und Extremsportler setzen sich großen körperlichen Anstrengungen und Belastungen aus. Die große Anspannung, unter denen Sportler trainieren und in den Wettkampf starten, bildet Adrenalin und Stresshormone, die durchaus für den ehrgeizigen Einsatz und das Erreichen des Ziels positiv wirken.

Auf verschiedene Bereiche des Körpers wirken sie allerdings auch belastend und zeigen negative Wirkungen.

Bei Leistungssport werden dem Körper Höchstleistungen abverlangt

Bei Leistungssport werden dem Körper Höchstleistungen abverlangt


Starke Leistungen belasten auch die Haargesundheit

Bei großen körperlichen Anstrengungen erhöhen sich die Hormone Testosteron und Cortisol. Nicht selten greifen Berufssportler, aber auch immer mehr ehrgeizige Hobby-Athleten, zu Leistung steigernden Mitteln. Kommen einseitige Ernährung oder Ess-Störungen hinzu, sind körperliche Beeinträchtigungen vorgezeichnet, die auch durch Nahrungsergänzungsmittel nicht ohne weiteres im Griff zu halten sind. Insbesondere der Mangel an Vitaminen und Nährstoffen wirkt sich auf das Allgemeinbefinden und somit auch auf Haut und Haare aus.

Haargefährdende Sportarten

Klar, wer besondere Leistungen bringen möchte, muss auch einen besonderen Einsatz zeigen. Oder umgangssprachlich ausgedrückt: Ohne Fleiß kein Preis. Einige Sportarten erfordern eine starke und ständige Kontrolle des Körpergewichts. Und zwar deutlich mehr und teilweise Gesundheit gefährdender als andere Sportarten.

Gerade Sportarten, in denen es auf eine gute und meist sehr dünne Figur ankommt wie Einskunstlaufen, Tanzen und Kunstturnen – um nur einige zu nennen – bergen das Risiko von Mangel- und Fehlernährungen bis hin zur Entwicklung einer Magersucht. Aber auch andere Disziplinen, bei denen das Körpergewicht und hartes Training zentrale Rollen spielen, verleiten die Ausübenden in Einzelfällen zu einer unzureichenden Ernährung.

Eine ständig eingeschränkte oder einseitige Ernährung führt neben Mangel an Vitaminen, Nährstoffen und Spurenelementen auch zu hormonellen Veränderungen. Dies kann durch die Einnahme Leistung fördernder Präparate noch verstärkt werden. Neben organischen Problemen, treten bei Missachtung der Ernährungsgrundregeln auch Haarausfälle und psychische Belastungssituationen auf.

Eigentlich sind Sportler in der Regel gut vertraut mit ihrem Körper und den Wechselwirkungen von Ernährung und Gesundheit. Wenn sie stark sind, sind sie auch klug, und gönnen ihrem Körper mit Haut und Haaren was er zum Leben braucht.

 

 

 

Haarausfall Ursachen: Jahreszeiten / Frühling und Herbst

In der Natur sind fast alle gleich. Tiere haben im Laufe der Jahreszeiten einen Fellwechsel. Sie wechseln in der Regel zweimal jährlich und bilden gegen Ende des Herbsts ihr Winterhaarkleid. Das ist ein natürlicher Vorgang, der viel Sinn macht, da er die Tiere auf die veränderten klimatischen Anforderungen vorbereitet und ihnen guten Schutz bietet. Im Frühjahr wird das Winterfell abgelegt. Wer trägt im Sommer auch noch gerne Pelz?

Im Hebst befinden sich die Haare in der Ruhephase

Im Hebst befinden sich die Haare in der Ruhephase

Frühling, Sommer, Herbst und Winter

Beim Menschen kann man den saisonalen Haarwechsel zwar nicht so drastisch sehen, aber auch wir reagieren auf die Jahreszeiten. Bei der Haut (er-)kennt man diese zyklischen Anpassungen eher. Die Haut reagiert auf die trockene Kälte des Winters anders als auf die warme Luft, der sie im Sommer ausgesetzt ist.

Mit den Haaren durch´s Jahr

Wissenschaftliche Studien haben nachweislich ergeben, dass sich bei Menschen im Herbst und im Frühling messbar mehr Haare in der Ruhephase befinden als davor. Die Stärke des Haarausfalls ist von Person zu Person unterschiedlich. Aber Haare sind ja bekanntlich eine sehr individuelle Angelegenheit und ihr Wachstumskreislauf unterliegt vielen verschiedenen innerlichen und äußerlichen Faktoren.

Saisonaler Haarausfall ist keine geschlechtsspezifische Sache

Zwischen Männern und Frauen gibt es keinen großen Unterschied bei dem saisonal bedingten Haarausfall. Die Ursachen konnten bisher nicht ermittelt werden. Es gibt die Vermutung, dass der jahreszeitlich bedingte Haarwechsel mit der unterschiedlich wirkenden Sonneneinstrahlung zusammenhängt. Die Haarwurzeln sind in der Regel den Witterungsbedingungen direkt ausgesetzt. Die Wirkung der Sonne hat aber zudem auch Auswirkungen auf die hormonellen Zustände im menschlichen Organismus. Und Hormone sind auch wichtig für die Gesundheit und das Verhalten von Haut und Haar.

Beim jahreszeitlich bedingten Haarausfall werden die Haarfollikeln nicht beschädigt, sodass der „normale“ Zyklus des Haarwachstum eigentlich nicht gestört wird und die ausgegangenen Haare wieder nachwachsen.

Geheimratsecken: Hormon DHT

Die androgenetische Alopezie ist weit verbreitet und die häufigste Form des Haarausfalls. Sie wird nicht als Krankheit eingestuft wie zum Beispiel der kreisrunde Haarausfall. Für die Betroffenen ist die Bildung von Geheimratsecken trotzdem ein ernsthaftes Übel. Nicht selten leidet das Selbstwertgefühl und die Akzeptanz im sozialen Umfeld unter den lichten Stellen an den Schläfen.

Die erbliche bedingte Disposition für das (teilweise sehr frühe) Entstehen von Geheimratsecken besteht in der Empfindlichkeit der Haarwurzeln des Kopfes (und nicht anderer Körperregionen!) auf das Hormon DHT (Dihydrotestosteron). Die Haarwurzeln werden durch das DHT geschädigt und geschwächt. Wird der Haarausfall, der sich als Geheimratsecken bemerkbar macht, nicht behandelt, schrumpfen die Haarwurzeln. Die Behandlung wird dadurch langwierig und schwieriger als bei anderen Formen des Haarausfalls.

Geheimratsecken eine Folge von Haarausfall

Geheimratsecken eine Folge von Haarausfall


Hormone für die Haare

Das DHT (Dihydrotestosteron) ist ein körpereigenes Hormon., welches aus dem ebenfalls körpereigenen Hormon Testosteron gebildet wird. Dies gilt für Männer und Frauen gleichermaßen. Männer sind aufgrund ihrer wesentlich höheren Testosterinproduktion deutlich häufiger betroffen. Die Umwandlung findet im gesamten Körper statt und ist insbesondere für Jungen in der Pubertät auf dem Weg zur Mann sehr wichtig.

Für die Umwandlung vom einen zum anderen wird das Enzym 5-Alpha-Reduktase benötigt. Der Typ I (5AR1) befindet sich ausschließlich im vorderen Kopfhautbereich. Der Typ II (5AR2) hingegen ist im gesamten Kopfhautbereich vorhanden. Der vordere Bereich weist also beide Typen auf. Der Typ II (5AR2) löst im hinteren Kopfbereich den als Tonsur bekannten lokalen Haarausfall aus.

Die Haarwurzeln werden wie oben beschrieben geschädigt, geschwächt und letztendlich schrumpfen sie. Sie sind also verkümmert, jedoch nicht abgetötet. Ein erneutes Wachstum der Haare an kahlen Stellen kann zum Teil erreicht werden.

Behandlungsmöglichkeiten bei Bildung von Geheimsratsecken

Die Behandlung ist für Frauen und Männer aufgrund ihrer genetischen Ausrichtung unterschiedlich. Je nach Zustand der Haarfollikel bieten sich Therapien an. Es gibt Medikamente, die den weiteren Haarausfall stoppen können. Hierzu gehören Hormonpräparate. Für Männer gibt es ebenfalls verschreibungspflichtige Medikamente mit dem Wirkstoff Finasterid, welches das DHT hemmt und den Haarausfall verhindert. Mögliche Nebenwirkungen (gegebenenfalls treten Potenzprobleme auf) müssen gegen den Behandlungserfolg abgewogen werden.

Für Frauen sind diese Mittel nicht geeignet. Ihnen helfen unter anderem östrogen-haltige Mittel, die im Haarboden die Wirkung des DHT neutralisieren.

Als hormonfreies Behandlungsmittel kommt Minoxidil in Betracht. Auch hier gibt es unterschiedliche Produkte für Männer und Frauen.

Wenn alles nicht hilft und der seelische Druck, der durch die vorhandenen Geheimratsecken ausgelöst zu groß ist, kann eine Haartransplantation in Frage kommen.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung und Behandlung mit einem Facharzt oder Haarexperten.